Kurz erklärt: Cassia siamea, botanisch heute meist Senna siamea genannt, heißt in Thailand Kheelek. Der Baum mit den bitteren Blättern gehört in der thailändischen Kräuterkunde zum Abend und wird traditionell mit Ruhe und Schlaf verbunden. Die TTM-Kapseln bringen das Blatt in eine klar dosierte Form mit 400 Milligramm Blattpulver pro Kapsel und werden laut Produktangabe vorzugsweise am Abend eingenommen.
Hinweis: Menschen mit Lebererkrankungen, auffälligen Leberwerten oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten die Einnahme vorher ärztlich abklären. Das gilt auch während Schwangerschaft und Stillzeit.
Wenn der Körper müde ist, der Kopf aber nicht
Es gibt Abende, an denen eigentlich alles erledigt ist. Das Licht ist gedämpft, das Handy liegt zur Seite, der Körper wäre bereit fürs Bett. Nur die Gedanken sind noch mitten im Tag.
Dann helfen oft einfache Gewohnheiten: ein paar Seiten lesen, kurz an die frische Luft gehen, das Zimmer ruhiger werden lassen. In Thailand hat auch Cassia ihren Platz in dieser Tageszeit. Die Pflanze wird dort traditionell mit dem Abend, mit Ruhe und mit Schlaf verbunden.
Gerade diese klare Rolle macht Cassia für Menschen interessant, die thailändische Einzelpflanzen jenseits fertiger Mischungen kennenlernen möchten. Die Kapseln machen die Pflanze leicht zugänglich: getrocknetes Cassia-Blatt, bereits portioniert und für die Einnahme am Abend gedacht.
Warum Cassia in Thailand zum Abend gehört
Cassia ist ein immergrüner Baum aus dem tropischen Asien. Seine gefiederten Blätter und gelben Blüten wirken beinahe leicht, der Geschmack der jungen Pflanzenteile ist dagegen kräftig bitter. In der thailändischen Pflanzenkunde wird vor allem das Blatt verwendet.
Die Traditionelle Thailändische Medizin betrachtet dabei mehr als einzelne Inhaltsstoffe. Auch Geschmack, Pflanzenteil, Zubereitung, Tageszeit und die jeweilige Situation spielen eine Rolle. Wer tiefer in dieses Verständnis einsteigen möchte, findet im Beitrag über die Traditionelle Thailändische Medizin den größeren Zusammenhang.
In der thailändischen Kräuterkunde gehört Cassia in die ruhigeren Stunden des Tages. Die Kapseln halten die Anwendung einfach: getrocknetes Blatt, klar portioniert und ohne weitere Kräuter.

Cassia oder Senna: zwei Namen, eine Pflanze
Auf der Verpackung steht Cassia siamea. Botanische Datenbanken führen dieselbe Pflanze heute überwiegend als Senna siamea. Der ältere Name ist im Handel weiterhin gebräuchlich und vielen Kunden vertrauter.
Bei der Suche nach wissenschaftlichen Quellen begegnet einem deshalb häufiger Senna siamea, auf Produkten meist Cassia siamea. Gemeint ist in beiden Fällen derselbe Baum und dasselbe Blatt.
Was die Forschung über Barakol zeigt
Im Cassia-Blatt steckt unter anderem Barakol, ein Pflanzenstoff, der schon früh das Interesse der Forschung geweckt hat. Wie viel davon enthalten ist, hängt vom Pflanzenmaterial und von der Verarbeitung ab. Blattpulver, Extrakte und stärker konzentrierte Präparate können sich deshalb deutlich unterscheiden.
Eine Rattenstudie von 1996 berichtete positive Ergebnisse in einem Verhaltenstest aus der Angstforschung. Dabei wurden ein oral gegebener Cassia-Auszug und isoliertes, in die Bauchhöhle injiziertes Barakol unter unterschiedlichen Bedingungen untersucht. In einer Arbeit von 2009 war nach 30 Tagen oraler Barakol-Gabe das gerichtete Erkundungsverhalten vermindert, was die Autoren als sedierendes Signal werteten. Die angstlösende Wirkung aus der frühen Studie ließ sich in den Arbeiten von 1998 und 2009 allerdings nicht bestätigen.
Im Jahr 2000 wurde Cassia in Thailand auch in einer kleinen Humanstudie untersucht. Verwendet wurde ein modifiziertes, auf Anhydrobarakol eingestelltes Blattpräparat. Damit wurde Cassia zwar auch am Menschen untersucht, das damalige Präparat entspricht aber nicht den heute angebotenen TTM-Kapseln.
Cassia verbindet damit eine lange thailändische Abendtradition mit einer Forschungsgeschichte rund um Barakol. Die TTM-Kapseln setzen auf die ursprüngliche Form der Pflanze, also getrocknetes Blattpulver ohne weitere Kräuter und ohne konzentrierten Extrakt.
Was in den Cassia-Kapseln steckt
Das bei TTK-Prinz angebotene TTM-Produkt enthält getrocknetes, gemahlenes Cassia-Blatt. Jede Kapsel liefert 400 Milligramm Blattpulver, eine Packung enthält 90 Kapseln. Die klare Einzelpflanzenform macht sofort sichtbar, was man bekommt: Cassia-Blatt, bereits portioniert und ohne weitere Kräuter.
Wer Cassia kennenlernen möchte, ohne loses Blatt abzuwiegen, findet hier eine unkomplizierte Kapselform. Laut Produktangabe werden täglich zwei bis vier Kapseln mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen, vorzugsweise am Abend. So bleibt die Anwendung einfach und folgt der traditionellen Tageszeit der Pflanze. Die empfohlene Tagesmenge sollte nicht überschritten werden.

Cassia verantwortungsvoll verwenden
Zu einer verantwortungsvollen Anwendung gehört auch das bekannte Lebersignal. Eine Fallserie berichtet von zwölf Menschen, die nach täglich 20 bis 40 Milligramm eines als Barakol bezeichneten Tablettenpräparats an akuter Hepatitis erkrankten. Bei zwei Betroffenen stiegen die Leberwerte nach erneuter Einnahme wieder an. Wie genau das damalige Präparat hergestellt wurde, geht aus der zugänglichen Zusammenfassung nicht eindeutig hervor.
Eine spätere thailändische Arbeit beschreibt Kapseln aus dieser Produkttradition als Blattpulver mit angegebenem Anhydrobarakolgehalt. Das damalige Präparat ist nicht mit den heutigen TTM-Kapseln gleichzusetzen. Weil beide Formen Blattpulver verwenden, bleibt das Signal für eine umsichtige Anwendung trotzdem relevant.
Für die aktuelle Charge liegt uns kein Barakol- oder Anhydrobarakol-Wert vor. Wer Cassia länger einnehmen möchte, sollte das deshalb vorher ärztlich abklären, besonders bei Leberproblemen, auffälligen Leberwerten oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme. Praktisch heißt das: Tagesmenge einhalten und auf ungewöhnliche körperliche Veränderungen achten.
Bei ungewöhnlicher Übelkeit, starkem Appetitverlust, dunklem Urin oder einer Gelbfärbung von Haut und Augen sollte die Einnahme beendet und medizinischer Rat eingeholt werden. Für Schwangerschaft und Stillzeit fehlen ausreichende Sicherheitsdaten. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung, eine gesunde Lebensweise oder eine notwendige medizinische Behandlung.
Häufige Fragen zu Cassia siamea
In Thailand gehört Cassia traditionell zum Abend und wird mit Ruhe und Schlaf verbunden. Das macht sie zu einem thailändischen Abendkraut, nicht zu einem Schlaf- oder Angstmittel.
Cassia wird in Thailand traditionell mit Abend und Schlaf verbunden. Dazu kommen Tierstudien zu Barakol und eine kleine Humanstudie mit einem anders standardisierten Blattpräparat. Diese Forschung liefert Hintergrund zur Pflanze, ist aber kein direkter Wirkungsnachweis für die heutigen Kapseln.
Ja. Senna siamea ist der heute überwiegend akzeptierte botanische Name, Cassia siamea das weiterhin gebräuchliche Synonym. Beide Namen bezeichnen dieselbe Pflanzenart.
Die aktuelle Produktseite nennt täglich zwei bis vier Kapseln mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise abends. Damit ist die Anwendung klar portioniert und lässt sich ohne Abwiegen umsetzen. Die empfohlene Tagesmenge sollte nicht überschritten werden.
Menschen mit Lebererkrankungen, auffälligen Leberwerten oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte Cassia wegen der fehlenden Sicherheitsdaten nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden.
Quellen
- NCBI Taxonomy: Senna siamea
- Kamagaté et al. 2014: Ethnobotany, phytochemistry, pharmacology and toxicology profiles of Cassia siamea
- Bycroft et al. 1970: The structure of barakol: Dioxaphenalen-Derivat
- Thongsaard et al. 1996: Barakol: Tierstudie bei Ratten (PMID 8866982)
- Fiorino et al. 1998: Is barakol anxiolytic? Negative Replikation (PMID 10065927)
- Deachapunya & Thongsaard 2009: Akute und chronische orale Gabe bei Ratten (PMID 19702066)
- Pooviboonsuk, Tappayuthpijarn & Hincheeranund 2000: Hypnotic Effect of Modified Herbal Extract from Cassia siamea in Human Subjects. Journal of the Psychiatric Association of Thailand 45: 251-259.
- Teangpook, Paosangtong & Titatarn 2011: Production and Nutrition of Khi Lek Curry from Central Thailand
- Hongsirinirachorn et al. 2003: Akute Hepatitis im Zusammenhang mit Barakol (PMID 12930029)
- PubChem: Barakol, CID 3080731
- Cassia-siamea-Produktseite bei TTK-Prinz

