Extussis: Amla, Pfeffer und Nachtschatten für die Erkältungszeit

Frau mit einer warmen Tasse am Fenster an einem Herbsttag

Kurz erklärt: Extussis ist eine Kräutermischung des Herstellers TTM aus vier Pflanzen: der Amla-Frucht (Phyllanthus emblica), schwarzem und langem Pfeffer sowie dem Nachtschattengewächs Solanum procumbens. TTM ordnet die Mischung den Atemwegen und Bronchien zu. Bei TTK-Prinz bekommen Sie Extussis als reines Pflanzenpulver in Kapseln.

Wenn der Husten länger bleibt als die Erkältung

Die erste Erkältung des Herbstes kommt meist aus dem Kindergarten oder dem Büro mit nach Hause. Nach einer Woche ist die Nase wieder frei, das Fieber weg, und trotzdem bleibt etwas zurück: dieser Husten, der morgens kratzt, beim Sprechen stört und abends beim Einschlafen noch einmal losgeht. Drei bis vier Wochen kann ein Husten nach einer Erkältung dauern, das ist normal. Angenehm ist es nicht, zumal die nächste Erkältungswelle im Winter oft schon wartet.

Für diese Wochen kennt die thailändische Kräuterkunde eigene Pflanzen, aus Thailand selbst, aber auch aus Indien und Vietnam. Vier davon hat TTM in Extussis zusammengeführt.

Die vier Pflanzen in Extussis

Die bekannteste ist Amla, die Frucht des Amlabaums (Phyllanthus emblica). In Indien heißt sie Indische Stachelbeere und zählt im Ayurveda zu den wichtigsten Pflanzen. In Thailand heißt sie Makham Pom und ist die klassische Hustenfrucht: Die alten thailändischen Medizinschriften führen sie in 164 Rezepturen, darunter als Mittel bei Husten. Frisch sieht sie aus wie eine grüne, walnussgroße Pflaume und wird in ihrer Heimat auch einfach gegessen. Sie schmeckt sauer und herb. Ihre Gerbstoffe ziehen den Mund zusammen wie starker Tee, und sie enthält viel Vitamin C.

Die beiden Pfeffer bringen Schärfe und Wärme, weshalb die asiatische Kräuterkunde sie gern in der kalten Jahreszeit einsetzt. Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum) ist das Gewürz aus der Mühle, geerntet als unreife Beere und getrocknet. Langer Pfeffer (Piper longum), in Indien Pippali genannt, sieht ganz anders aus: ein fingerlanger, schmaler Fruchtstand, der an ein Weidenkätzchen erinnert, mit einer erdigeren, leicht süßlichen Schärfe. Beide enthalten Piperin, den Scharfstoff des Pfeffers. Im Ayurveda bilden sie zusammen mit Ingwer die Mischung Trikatu, die „drei Scharfen“, die bei Husten, Erkältung und für die Verdauung eingesetzt wird. Extussis nutzt davon die beiden Pfeffer. Langen Pfeffer allein setzen mehrere traditionelle Medizinsysteme bei Husten und Erkältung ein.

Die vierte Pflanze kennen in Europa nur wenige. Solanum procumbens ist ein dorniger, rankender Nachtschatten mit kleinen roten Beeren, verwandt mit Aubergine und Tomate. Er wächst in Thailand, Laos, Vietnam und Südchina. In Vietnam heißt er Cà gai leo. Wurzel und Kraut werden dort in der Erkältungszeit als Tee gekocht, und mit dem Sud wird auch gegurgelt.

Amla-Früchte, schwarze Pfefferkörner und getrockneter langer Pfeffer
Amla und die beiden Pfefferarten gehören zu den im Artikel vorgestellten Pflanzen.

Warum TTM Pflanzen kombiniert

TTM beschreibt seine Rezepturen als überlieferte Methode, die Pflanzen in ihrer Kombination betrachtet. Eine Hauptpflanze bekommt wärmende, scharfe Pflanzen zur Seite. In Extussis ist Amla diese Hauptpflanze, die beiden Pfeffer bringen Wärme und Schärfe, und der Nachtschatten aus der vietnamesischen Teetradition ergänzt die Mischung als vierte Pflanze. Mehr über diese Denkweise lesen Sie in unserem Beitrag über die Traditionelle Thailändische Medizin.

Innerhalb der Atemwege ordnet TTM Extussis den tieferen Atemwegen zu, also den Bronchien.

Warum Pfeffer in einer Hustenmischung steckt

Dass Pfeffer in eine Hustenmischung gehört, überrascht in Europa. In der asiatischen Kräuterkunde ist das üblich, und die Forschung liefert eine Erklärung dafür. Piperin, der Scharfstoff beider Pfefferarten, beeinflusst im Darm und in der Leber Enzyme und Transportsysteme, die viele Stoffe abbauen, bevor sie in den Körper gelangen. Piperin gilt deshalb als Stoff, der die Aufnahme mancher anderer Substanzen erhöht. Darum taucht Pfeffer in ayurvedischen und thailändischen Rezepturen so oft neben einer Hauptpflanze auf, in Extussis neben der Amla-Frucht. Wie diese Rolle in einer anderen TTM-Rezeptur aussieht, lesen Sie in unserem Beitrag über Garcinia cambogia und Pfeffer.

Was in den Hustenwochen sonst noch hilft

Der britische Gesundheitsdienst NHS rät bei Husten zu Ruhe und viel Flüssigkeit. Eine heiße Zitrone mit Honig am Abend wirkt nach Einschätzung des NHS ähnlich wie ein Hustensaft, nur für Babys unter einem Jahr ist Honig tabu. Wer tagsüber viel spricht, hält am besten eine Wasserflasche in Reichweite.

Die Kapseln passen in diesen Rhythmus: eine zu jeder Mahlzeit, die heiße Zitrone danach am Abend.

Warum die vier Pflanzen als Kapsel kommen

Amla pur, dazu zwei Pfefferarten und ein dorniger Nachtschatten: Als Tee aufgebrüht wäre das eine Mischung, die kaum jemand abends freiwillig trinkt. In der Kapsel spielt der Geschmack keine Rolle. Sie enthält die vier Pflanzen als getrocknetes, vermahlenes Pulver in einer festen Menge, und Sie brauchen weder Waage noch Teesieb. Das ist praktisch im Büro, auf Reisen und an Tagen, an denen für Zubereitungen keine Zeit bleibt.

Auch die Lagerung ist einfach. TTM empfiehlt, die Packung bei Raumtemperatur, trocken und vor Licht geschützt aufzubewahren. Ein Küchenschrank fern vom Herd reicht dafür aus.

Woran Sie ein gutes Präparat erkennen

Bei einer Mischung aus vier Pflanzen lohnt der Blick auf die Produktbeschreibung mehr als bei einer Einzelpflanze. Alle vier botanischen Namen sollten vollständig genannt sein: Phyllanthus emblica, Piper nigrum, Piper longum und Solanum procumbens. Steht nur „Pfeffer“ da, bleibt offen, welche der vielen Pfefferarten gemeint ist.

Ebenso wichtig ist die Zubereitung. Pulver ist die traditionelle Form: Die Pflanzenteile werden getrocknet und vermahlen, mehr passiert damit nicht. Bei einem Extrakt werden einzelne Bestandteile herausgelöst und angereichert. Seine Milligrammangaben lassen sich mit denen von Pulver nicht vergleichen. Nennt die Beschreibung Pflanzenpulver und die Füllmenge je Kapsel, ist klar, was drin ist.

Gut zu wissen vor der Einnahme

Piperin kann die Aufnahme von Medikamenten verändern. Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, besprechen Sie die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheke. Das gilt besonders bei Blutverdünnern und Mitteln gegen Diabetes, denn Amla kann Blutgerinnung und Blutzucker beeinflussen. In Schwangerschaft und Stillzeit empfehlen wir ebenfalls Rücksprache mit dem Arzt, und für Kinder ist Extussis nicht vorgesehen.

Dauert der Husten länger als drei Wochen, kommt Fieber zurück, haben Sie Atemnot oder Schmerzen in der Brust oder husten Sie Blut, lassen Sie das ärztlich abklären.

Extussis Kapseln bei TTK-Prinz

Unsere Extussis Kapseln von TTM enthalten reines Pflanzenpulver, und alle vier Pflanzen stehen mit vollem botanischen Namen auf der Produktseite.

Eine Packung enthält 90 Kapseln mit jeweils 500 mg Pflanzenpulver. TTM empfiehlt drei Kapseln täglich mit ausreichend Flüssigkeit, am besten über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten. Damit reicht eine Packung 30 Tage.

Extussis von TTM in der Originalverpackung
Extussis von TTM: 90 Kapseln mit Pflanzenpulver.

Wer sich vor der Erkältungszeit eindecken möchte, hat die Packung so rechtzeitig im Haus und muss nicht mitten in der Saison bestellen.

Fragen vorab beantworten wir gern, schreiben Sie uns einfach.

Häufige Fragen zu Extussis

Was bedeutet der Name Extussis?

Er kommt aus dem Lateinischen: „ex tussi“ heißt „aus dem Husten heraus“.

Wie lange reicht eine Packung?

Bei drei Kapseln täglich, je einer zu den Hauptmahlzeiten, reicht eine Packung 30 Tage.

Wann im Jahr ist Extussis sinnvoll?

Vor allem von Herbst bis Frühjahr, wenn Erkältungen die Runde machen. Wer die Kapseln dann im Haus hat, muss nicht erst bestellen, wenn die Erkältungszeit schon läuft.

Was ist der Unterschied zwischen Extussis, Andrographis und Influvers?

Alle drei stammen von TTM und gehören in die Erkältungszeit. TTM setzt Andrographis bei ersten Anzeichen ein, Influvers während der saisonalen Erkältungswelle und Extussis für die tieferen Atemwege, also für den hartnäckigen Husten.

Kann ich Extussis mit anderen Thai-Kräutern kombinieren?

Extussis ist selbst schon eine Mischung aus vier Pflanzen und braucht keine Ergänzung. Wenn Sie Medikamente nehmen, klären Sie Kombinationen mit Arzt oder Apotheke. Was beim Kombinieren von Thai-Kräutern grundsätzlich zu beachten ist, lesen Sie in unserem Beitrag Thai-Kräuter kombinieren.

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Die empfohlene Tagesmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Quellen

TTM: Extussis. Herstellerbeschreibung mit Anwendungsgebiet und Verzehrsempfehlung.

TTK-Prinz: Extussis Kapseln. Produktangaben zu Zutaten, Füllmenge, Verzehrsempfehlung und Einordnung im TTM-Sortiment.

TTM-Shop: Extussis, 90 Kapseln. Füllmenge, Verzehrsempfehlung und Lagerhinweis des Herstellers.

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