Influvers: Sternanis, das Weihnachtsgewürz aus Thailands Kräuterkunde

Sternanisbaum mit ausladenden Ästen und grünen Blättern

Kurz erklärt: Influvers ist gemahlener echter Sternanis (Illicium verum), das sternförmige Gewürz, das Sie aus Glühwein und Weihnachtsbäckerei kennen. In Thailand heißt er Poi Kak und gehört dort zu den Kräutern der Erkältungszeit. Aus Sternanis wird außerdem Shikimisäure gewonnen, der Rohstoff für ein bekanntes Grippemedikament. Der Hersteller TTM ordnet Influvers der Erkältungssaison zu. Bei TTK-Prinz bekommen Sie ihn als reines Pulver in Kapseln.

Wenn der Herbstkalender voll ist und um Sie herum alle husten

Im Oktober füllt sich der Kalender. Im Büro stehen die Jahresgespräche an, und im November kommt die erste Weihnachtsfeier. Gleichzeitig schnieft es in der Straßenbahn, und auf jedem zweiten Schreibtisch liegt eine Packung Taschentücher. Ausfallen möchte gerade niemand.

Viele suchen für diese Monate eine einfache Gewohnheit, die sich bis ins Frühjahr durchhalten lässt. Die thailändische Kräuterkunde setzt dafür auf Sternanis, ein Gewürz, das bei uns neben Zimt und Vanillezucker in der Lade liegt.

Vom Gewürzregal in die Kräuterkunde

Echter Sternanis wächst an einem immergrünen Baum aus dem Südosten Chinas und dem Norden Indochinas. Angebaut wird er vor allem in China und Vietnam, außerdem in Thailand und anderen Ländern Südostasiens. Verwendet wird die Frucht: meist acht bootförmige Fächer, die sternförmig um eine Mitte sitzen, jedes mit einem glänzenden braunen Samen darin. In den Handel kommt sie getrocknet, rotbraun und holzig.

Den warmen, süßlichen Duft verdankt Sternanis seinem ätherischen Öl, das zum größten Teil aus Anethol besteht. In Vietnam gehört Sternanis in jede gute Pho-Brühe, in Österreich in die Lebkuchengewürze.

Poi Kak in der thailändischen Kräuterkunde

Sternanis hat in Thailand zwei Namen. Poi Kak stammt aus dem Chinesischen und bedeutet „acht Ecken“, die thailändische Bezeichnung Chan Paet Klip spielt ebenfalls auf die acht Fruchtfächer an. In der Küche würzt Sternanis dort vor allem Gerichte chinesischer Herkunft, etwa Khai Phalo, Eier, die in dunkler, süßlicher Gewürzbrühe schmoren.

Thailändische Kräuterkundige verwenden Sternanis bei Husten sowie bei Blähungen und Bauchgrimmen. Auch der österreichische Phytokodex führt Sternanis als Arzneipflanze bei Katarrhen der Luftwege und Verdauungsbeschwerden und beschreibt eine schleimlösende Wirkung auf die Bronchien.

Der Hersteller TTM, von dem unsere Kapseln stammen, beschreibt Sternanis als traditionelles Mittel der thailändischen Volksheilkunde für die Erkältungszeit. Influvers ist deshalb für die regelmäßige Einnahme über Herbst und Winter gedacht. Wie die thailändische Kräuterkunde Pflanzen einordnet, lesen Sie in unserem Beitrag über die Traditionelle Thailändische Medizin.

Was Sternanis mit Tamiflu zu tun hat

Im Herbst 2005 ging in Europa die Angst vor der Vogelgrippe um, und plötzlich wurde Sternanis knapp. Nach Angaben der deutschen Apothekerschaft hatte ein Arzneimittelhersteller rund 90 Prozent der Ernte aufgekauft. Es ging ihm um die Shikimisäure, die in Sternanis reichlich vorkommt. Aus ihr wird in mehreren chemischen Schritten Oseltamivir hergestellt, der Wirkstoff des Grippemedikaments Tamiflu.

Die Säure ist nach Shikimi benannt, dem japanischen Namen eines giftigen Verwandten des Sternanis. Pflanzen nutzen Shikimisäure als Baustein für zahlreiche eigene Stoffe, auch für Duftstoffe wie Anethol. Zum Medikament wird sie erst durch chemischen Umbau im Labor. Mit Influvers nehmen Sie das ganze Gewürz zu sich, so wie es auch die thailändische Kräuterkunde verwendet.

Sternanis in der Herbstküche

Wer Sternanis mag, kann ihn in der kalten Jahreszeit öfter in den Kochtopf geben. Ein ganzer Stern reicht für einen Topf Birnen- oder Zwetschkenkompott, für Rotkraut oder eine Kürbissuppe. Weil das Aroma kräftig ist, fischen Sie den Stern nach dem Kochen heraus, sonst wird das Gericht beim Stehen zu würzig. Für einen einfachen Gewürztee geben Sie einen Stern, eine Zimtstange und zwei Scheiben Ingwer in eine Kanne, gießen einen halben Liter heißes Wasser auf und lassen alles zehn Minuten ziehen.

Ganze Sterne bewahren Sie am besten in einem dicht schließenden Glas an einem dunklen Platz auf. Duften sie beim Zerbrechen kaum noch, ist es Zeit für eine neue Packung.

Woran Sie guten Sternanis erkennen

Während der Knappheit von 2005 warnte die deutsche Arzneimittelbehörde, dass statt echtem Sternanis der Japanische Sternanis (Illicium anisatum) in den Handel geraten könnte. Seine Früchte sehen zum Verwechseln ähnlich aus, enthalten aber Nervengifte, und mit bloßem Auge können Laien die beiden Arten kaum unterscheiden.

Achten Sie deshalb auf den botanischen Namen Illicium verum, beim Gewürz genauso wie bei Kapseln. Bei Kapseln kommt Pulver dem Gewürz am nächsten, denn die Früchte werden nur getrocknet und vermahlen. Bei einem Extrakt oder ätherischen Öl werden dagegen einzelne Bestandteile herausgelöst und angereichert. Gleiche Milligrammzahl bedeutet deshalb nicht gleiche Zusammensetzung.

Getrocknete Sternanisfrüchte neben gemahlenem Sternanis
Ganze getrocknete Sternanisfrüchte und gemahlener Sternanis. KI-generierte Darstellung.

Gut zu wissen vor der Einnahme

Sternanis ist als Gewürz gut bekannt und wird von Erwachsenen meist gut vertragen. Wenn Sie auf Sternanis schon einmal empfindlich reagiert haben, verzichten Sie darauf. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente, sind Sie schwanger oder stillen Sie, besprechen Sie die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheke.

Säuglingen und Kleinkindern geben Sie keinen Sternanistee und keinen Kapselinhalt. Kinderärzte in den USA haben über Vergiftungen bei Säuglingen berichtet, die Sternanistee gegen Koliken bekommen hatten. Zum Teil war der Tee mit Japanischem Sternanis verunreinigt. Bei älteren Kindern klären Sie die Anwendung vorher mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Haben Sie hohes Fieber, Atemnot oder fühlen Sie sich nach einigen Tagen nicht besser, lassen Sie das ärztlich abklären.

Influvers Kapseln bei TTK-Prinz

Unsere Influvers Kapseln von TTM enthalten reines Sternanispulver. Die Art ist mit ihrem botanischen Namen Illicium verum auf der Produktseite angegeben.

Eine Packung enthält 90 Kapseln mit jeweils 250 mg Sternanispulver. Wir empfehlen zwei bis drei Kapseln täglich mit ausreichend Wasser. Mit der Kapsel nehmen Sie jeden Tag dieselbe Menge, ohne Teekanne und ohne Abmessen, und vom kräftigen Aroma schmecken Sie kaum etwas.

Bestellen Sie am besten jetzt, dann haben Sie die erste Packung schon zu Hause, wenn es in Büro und Straßenbahn richtig losgeht.

Influvers Kapseln von TTM mit echtem Sternanis
Influvers von TTM: reines Sternanispulver in Kapseln.

Fragen vorab beantworten wir gern, schreiben Sie uns einfach.

Häufige Fragen zu Influvers

Ist Sternanis dasselbe wie Anis?

Nein. Anis (Pimpinella anisum) ist ein Doldenblütler mit kleinen Samen, Sternanis die Frucht eines Baumes. Die beiden Pflanzen sind nicht verwandt. Sie duften nur ähnlich, weil in beiden Ölen Anethol überwiegt.

Wie lange reicht eine Packung?

Bei drei Kapseln täglich reicht eine Packung 30 Tage, bei zwei Kapseln 45 Tage.

Wann am Tag nehme ich Influvers?

TTM macht dazu keine Vorgabe. Am einfachsten sind feste Zeitpunkte, dann vergessen Sie die Kapseln seltener. Bei zwei Kapseln passen Frühstück und Abendessen, bei drei kommt das Mittagessen dazu.

Wie bewahre ich die Kapseln auf?

So, wie TTM es empfiehlt: bei Raumtemperatur bis höchstens 25 °C, trocken und vor Licht geschützt. Ein Küchenschrank fern von Herd und Geschirrspüler eignet sich gut dafür. Lassen Sie die Dose nach der Einnahme nicht offen stehen, und bewahren Sie sie außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Was ist der Unterschied zwischen Influvers, Andrographis und Extussis?

Alle drei stammen von TTM. Der Hersteller ordnet Andrographis dem Beginn der Erkältungszeit zu, Influvers dem ganzen Herbst und Winter und Extussis den tieferen Atemwegen.

Kann ich Influvers mit anderen Thai-Kräutern kombinieren?

Influvers enthält nur eine Pflanze. Das macht es leichter, den Überblick zu behalten, wenn Sie mehrere Thai-Kräuter nehmen möchten. Beginnen Sie mit einer Pflanze und nehmen Sie die nächste erst dazu, wenn Sie wissen, wie Sie die erste vertragen. Was grundsätzlich zu beachten ist, lesen Sie in unserem Beitrag Thai-Kräuter kombinieren.

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Die empfohlene Tagesmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Quellen

TTM: Influvers (Illicium verum). Herstellerbeschreibung mit Pflanzenteil, traditioneller Verwendung in Thailand und Anwendungsgebiet.

TTM-Shop: Influvers, 90 Kapseln. Füllmenge, Pflanzenangabe und Lagerhinweis des Herstellers.

TTK-Prinz: Influvers Kapseln. Produktangaben zu Zutat, Füllmenge und Verzehrsempfehlung.

PROSEA: Illicium verum Hook.f.. Plant Resources of South-East Asia. Herkunft, Anbau, Namen in Thailand und Vietnam, Fruchtaufbau, ätherisches Öl und Verwechslung mit Illicium anisatum.

Länger, R. und Kubelka, W.: Phytokodex: Sternanis. Krause & Pachernegg. Anwendungsgebiete Katarrhe der Luftwege und dyspeptische Beschwerden, bronchosekretolytische Wirkung, Hinweis auf giftige Beimengungen.

MedThai: โป๊ยกั๊ก (Sternanis). Thailändische Namen und traditionelle Verwendung in Thailand.

ABDA: Sternanis: Vorbeugender Warnhinweis. Pressemitteilung vom 22.11.2005 zur Verknappung, zum Aufkauf der Ernte und zur Warnung des BfArM vor Japanischem Sternanis.

PharmaWiki: Sternanis. Shikimisäure als Ausgangsstoff für Oseltamivir, Verwechslung mit Japanischem Sternanis.

Ize-Ludlow, D., Ragone, S., Bruck, I. S. et al. (2004): Neurotoxicities in infants seen with the consumption of star anise tea. Pediatrics, 114(5), e653-e656. Vergiftungsfälle bei Säuglingen und Verunreinigung mit Japanischem Sternanis.