Kurkuma mit Pfeffer und Chili: Das Thai-Trio in einer Kapsel

Kurkumapflanzen mit breiten grünen Blättern und hellem Blütenstand in einem Garten.

Kurz erklärt: Curcuma Plus von TTM verbindet eine seltene Kurkuma aus dem Nordosten Thailands mit schwarzem Pfeffer und Chili. Der Pfeffer liefert Piperin, das die Aufnahme von Curcumin verbessert. Der Hersteller TTM ordnet die Mischung vor allem Herz und Gefäßen zu. Bei TTK-Prinz bekommen Sie Curcuma Plus als reines Pflanzenpulver in Kapseln.

Warum auf fast jeder Kurkumapackung Pfeffer steht

Im Drogeriemarkt stehen die Kurkumakapseln inzwischen in einer langen Reihe. Auf fast jeder Packung findet sich derselbe Zusatz, mit Piperin oder mit schwarzem Pfeffer. Der Pfeffer hilft dem Körper, mehr von Curcumin aufzunehmen, dem gelben Farbstoff der Kurkuma. In der thailändischen Küche gehören die beiden aber schon viel länger zusammen.

In Südthailand landen für ein Curry frische Kurkumawurzel, Chilischoten und schwarze Pfefferkörner gemeinsam im Mörser. Nach einigen Minuten Stampfen ist die Paste leuchtend gelb, und die Finger sind es auch. Der Pfeffer war in dieser Küche sogar zuerst da. Bevor portugiesische Händler im 16. Jahrhundert die Chili nach Asien brachten, sorgten in Thailand Pfeffer und Langer Pfeffer für die Schärfe.

TTM hat dieses Trio für Curcuma Plus in eine Kapsel gefüllt.

Die Kurkuma aus Udon Thani

Im Gewürzregal steht fast immer Curcuma longa, die bekannte gelbe Wurzel, dabei wachsen allein in Thailand über 80 Kurkuma-Arten.

Für Curcuma Plus setzt TTM auf eine Kurkuma, die der Hersteller Curcuma ebneria nennt. Sie wächst in der Provinz Udon Thani im Nordosten Thailands. Die Fakultät für Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Khon Kaen hat sie nach Angaben von TTM als eigene Unterart eingeordnet.

Laut TTM galt die Pflanze 2007 als nahezu ausgestorben, nur auf einer kleinen Fläche wuchs sie noch wild. Seither wird der Bestand vor Übererntung geschützt, und so steht die Pflanze heute für Curcuma Plus zur Verfügung. Nach Angaben des Herstellers enthält sie etwa dreimal so viel Curcumin wie die gewöhnliche Curcuma longa.

Khamin chan in der thailändischen Kräuterkunde

In Thailand heißt Kurkuma Khamin chan. Sie färbt die gelben und sauren Currys des Südens, würzt gegrilltes Huhn und gedämpften Fisch und gilt zugleich als klassisches Hausmittel. Die thailändische Kräuterkunde schätzt sie vor allem bei Völlegefühl und Blähungen. Kurkumakapseln stehen in Thailand auf der nationalen Arzneimittelliste, im Teil für Kräuterarzneimittel. Wie Thailand altes Kräuterwissen und moderne Versorgung verbindet, erklärt unser Beitrag über die Traditionelle Thailändische Medizin.

TTM nennt Curcuma Plus ebenfalls bei Magen-Darm-Beschwerden. Vor allem aber ordnet der Hersteller die Mischung Herz und Gefäßen zu.

Pfeffer und Chili in der Rezeptur

Der Körper nimmt Curcumin schlecht auf und baut es schnell wieder ab. Wer Kurkuma pur einnimmt, bekommt deshalb weniger davon ab, als die Menge auf der Packung vermuten lässt.

Dagegen hilft schwarzer Pfeffer (Piper nigrum), genauer sein Scharfstoff Piperin. Ohne Pfeffer müssten Sie laut TTM bis zu acht Gramm Kurkumapulver am Tag einnehmen, um auf dieselbe Menge Curcumin im Blut zu kommen wie mit Pfeffer. Pfeffer als Begleiter einer Hauptpflanze kennen Sie vielleicht schon aus unseren Beiträgen über Extussis und Garcinia cambogia mit Pfeffer.

Auch die Chili (Capsicum frutescens) hat TTM nach dem Vorbild der Currypaste in die Rezeptur genommen. Wie der Pfeffer bringt sie Schärfe und Wärme mit, und ihr Scharfstoff Capsaicin ist auch in unseren Cayenne-Tropfen enthalten. Mehr darüber lesen Sie in unserem Beitrag über Cayenne und Capsaicin.

Nach Angaben von TTM wurde das Verhältnis der drei Pflanzen mehr als ein Jahr lang abgestimmt, und die Rezeptur ist patentiert. Die Mischung besteht zu 80 Prozent aus Kurkuma, zu 15 Prozent aus schwarzem Pfeffer und zu 5 Prozent aus Chili.

Frische Kurkumarhizome, schwarze Pfefferkörner und rote Thai-Chilis auf einem Brett vor einem Mörser mit gelber Paste.
Kurkuma, Chili und schwarzer Pfeffer, das Trio der südthailändischen Currypaste. KI-generierte Darstellung.

Was die Forschung über Kurkuma und Pfeffer weiß

Wie viel Piperin ausmacht, zeigte schon 1998 ein Versuch in Indien. Freiwillige nahmen Curcumin einmal allein und einmal zusammen mit Piperin ein. Ohne Piperin war im Blut kaum Curcumin zu finden. Mit Piperin kam etwa zwanzigmal so viel davon an.

Die Forscher verwendeten reines Curcumin und reines Piperin. Curcuma Plus enthält gemahlene Kurkuma und gemahlenen schwarzen Pfeffer, in dem Piperin von Natur aus vorkommt.

Curcuma oder Curcuma Plus: Welche Kurkumakapsel passt zu Ihnen?

Bei TTK-Prinz finden Sie zwei Kurkuma-Produkte von TTM. Beide kommen aus Thailand, und die Packungen sind gleich groß. Sie unterscheiden sich in Rezeptur und Einsatzgebiet.

Curcuma Curcuma Plus
Kurkuma Curcuma longa aus Thailand Curcuma ebneria aus Udon Thani (laut TTM)
Rezeptur Kurkuma als einzelne Pflanze Kurkuma mit Pfeffer und Chili
Schwerpunkt bei TTM Verdauung Herz und Gefäße

Curcuma ist die klassische Wahl, wenn Sie eine einzelne Pflanze bevorzugen. Wie sich Thai-Kurkuma vom Gewürzpulver aus dem Supermarkt unterscheidet, lesen Sie in unserem Beitrag Curcuma aus Thailand vs. Supermarkt-Kurkuma.

Curcuma Plus ist die Mischung für alle, die Kurkuma gleich mit Pfeffer einnehmen möchten und denen Herz und Gefäße ein Anliegen sind.

Woran Sie gute Kurkumakapseln erkennen

Wer im Regal vergleicht, liest am besten zuerst die Produktbeschreibung. Für jede Pflanze der Mischung sollte der botanische Name dastehen. Steht nur „Kurkuma“ oder „Pfeffer“ auf der Packung, wissen Sie nicht, welche Art Sie kaufen.

Genauso wichtig ist die Zubereitung. Pulver ist die getrocknete, gemahlene Wurzel, so wie sie auch die thailändische Küche verwendet. Ein Extrakt enthält dagegen nur herausgelöste Bestandteile in angereicherter Form. 400 mg Pulver und 400 mg Extrakt wiegen gleich viel, sind aber ganz anders zusammengesetzt.

Auch beim Pfeffer gibt es zwei Wege. Viele Hersteller setzen isoliertes Piperin zu, also einen Extrakt aus Pfeffer. Andere nehmen wie TTM den ganzen gemahlenen Pfeffer. Welche Variante in der Kapsel steckt, verrät die Zutatenliste.

Gut zu wissen vor der Einnahme

Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, besprechen Sie die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheke. Das gilt besonders für blutverdünnende Mittel, denn Piperin beeinflusst, wie der Körper manche Wirkstoffe verarbeitet. Möchten Sie Curcuma Plus über mehrere Monate nehmen, holen Sie ebenfalls ärztlichen Rat ein.

Bei Gallensteinen und bei Erkrankungen der Gallenwege oder der Leber ist Curcuma Plus nicht geeignet. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist die Mischung nicht vorgesehen.

In seltenen Fällen wurden Leberschäden gemeldet, vor allem bei Kurkuma-Präparaten mit Piperin. Setzen Sie die Kapseln ab und gehen Sie zum Arzt, wenn Sie ungewöhnlich müde sind, Ihnen übel ist, der Urin dunkel wird oder sich Haut oder Augen gelblich färben.

Curcuma Plus Kapseln bei TTK-Prinz

Unsere Curcuma Plus Kapseln von TTM enthalten reines Pflanzenpulver aus Kurkuma, schwarzem Pfeffer und Chili. Alle drei Pflanzen stehen mit botanischem Namen auf der Produktseite. Die Kurkuma aus Udon Thani bringt laut TTM etwa dreimal so viel Curcumin mit wie gewöhnliche Gewürzkurkuma, und der Pfeffer ist in einem festen Verhältnis gleich dabei. Sie müssen also nichts selbst kombinieren, und von der Schärfe merken Sie beim Schlucken nichts.

Der Hersteller sieht die Mischung vor allem für Herz und Gefäße vor und nennt sie daneben bei Magen-Darm-Beschwerden. TTK-Prinz verkauft die Kräuter von TTM seit vielen Jahren, heute in zweiter Generation.

Eine Packung enthält 100 Kapseln mit jeweils 400 mg Pflanzenpulver. Wir empfehlen dreimal täglich eine Kapsel zu den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser. Mit dem Essen nimmt der Körper Curcumin leichter auf, und der Magen verträgt Pfeffer und Chili besser.

Curcuma Plus Kapseln von TTM, originales Produktfoto
Curcuma Plus von TTM: 100 Kapseln mit jeweils 400 mg Pflanzenpulver.

Fragen vorab beantworten wir gern, schreiben Sie uns einfach.

Häufige Fragen zu Curcuma Plus

Für wen eignet sich Curcuma Plus?

Für erwachsene Frauen und Männer, die Kurkuma vor allem für Herz und Gefäße nehmen möchten oder sie bei Völlegefühl nach dem Essen schätzen. Wer Kurkuma lieber ohne Pfeffer und Chili möchte, greift zu unserer Curcuma.

Brennt die Chili im Magen?

Die Menge ist klein. Der Chilianteil liegt bei 5 Prozent, das sind rund 20 mg pro Kapsel. Bei einem empfindlichen Magen hilft es, die Kapsel mitten in der Mahlzeit zu schlucken.

Kann ich Kurkuma und Pfeffer nicht einfach ins Essen geben?

Für die Küche ist das eine gute Idee, und ein Curry schmeckt mit beidem besser. Geben Sie noch etwas Öl oder Kokosmilch dazu, denn Curcumin löst sich in Fett. Mit der Kapsel bekommen Sie die Kurkuma aus Udon Thani und nehmen jeden Tag dieselbe Menge ein.

Wie bewahre ich die Kapseln auf?

TTM empfiehlt, die Kapseln trocken, vor Licht geschützt und bei höchstens 25 °C zu lagern. Ein Küchenschrank fern von Herd und Spüle eignet sich gut dafür.

Wie lange reicht eine Packung?

Bei drei Kapseln täglich reicht eine Packung 33 Tage.

Kann ich Curcuma Plus mit anderen Thai-Kräutern kombinieren?

Curcuma Plus ist selbst schon eine Mischung aus drei Pflanzen. Möchten Sie ein weiteres Kraut dazunehmen, warten Sie, bis Sie wissen, wie Sie Curcuma Plus vertragen. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente, klären Sie Kombinationen vorher mit Arzt oder Apotheke. Was grundsätzlich zu beachten ist, lesen Sie in unserem Beitrag Thai-Kräuter kombinieren.

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Die empfohlene Tagesmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Quellen

TTM: Curcuma Plus (Curcuma ebneria, Piper nigrum, Capsicum frutescens). Herstellerbeschreibung mit Herkunft, Einordnung durch die Universität Khon Kaen, Curcumingehalt und Rezeptur.

TTM-Shop: Curcuma Piper, 100 Kapseln. Zusammensetzung, Füllmenge, Verzehrsangabe und Lagerung.

TTK-Prinz: Curcuma Plus Kapseln. Produktangaben zu Zusammensetzung, Füllmenge und Verzehrsempfehlung.

Shoba, G. et al. (1998): Influence of piperine on the pharmacokinetics of curcumin in animals and human volunteers. Planta Medica, 64(4), 353-356. Mit 2 g Curcumin und 20 mg Piperin stieg die Bioverfügbarkeit beim Menschen um rund 2000 Prozent.

Saensouk, P. et al. (2024): Curcuma borealis sp. nov. and C. retrocalcaria sp. nov. (Zingiberaceae): Two Novel Taxa from Northern Thailand. Horticulturae, 10(8), 787. Thailand mit über 80 heimischen Curcuma-Arten.

Thai Enquirer: The journey of chilies to Thailand. Ankunft der Chili im 16. Jahrhundert, Pfeffer und Langer Pfeffer als frühere Schärfequelle.

Eating Thai Food: How to Make Southern Thai Curry Paste. Südthailändische Currypaste mit frischer Kurkuma, Chili und schwarzem Pfeffer.

Khaosod Technology Chaoban: ขมิ้นชัน ภูมิปัญญาไทยสมุนไพรคู่ครัวไทย (Khamin chan). Thailändische Namen und Verwendung in Küche und Hausmedizin.

Matichon (2023): กรมแพทย์แผนไทยฯ ชู “ขมิ้นชัน” ภูมิปัญญาไทย. Department of Thai Traditional and Alternative Medicine zu Kurkuma auf der nationalen Arzneimittelliste, Anwendungsgebiet und Vorsicht bei Gallensteinen und Blutverdünnern.

NCCIH: Turmeric. National Center for Complementary and Integrative Health. Traditionelle Verwendung in Thailand, Piperin und Hinweise zur Sicherheit.

Europäische Arzneimittel-Agentur: European Union herbal monograph on Curcuma longa L., rhizoma. Hinweise zu Gallenwegen, Leber, Schwangerschaft und Altersgrenze.

LiverTox: Turmeric. National Institutes of Health. Seltene Leberschäden und ihre Anzeichen.

NutraIngredients, Sherman, A. (2026): Timeline: How turmeric supplements brought bioavailability and idiosyncrasy into regulatory focus. Warnhinweise zu Kurkuma-Nahrungsergänzungsmitteln in Europa.